DaDi-Ostkreis

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Daten zu
DaDi-Ostkreis
(Ostkreis Darmstadt-Dieburg)

Beschreibung: Im Osten des Landkreises Darmstadt-Dieburg sind mehrere Ortsumgehungen entlang der B426 in Planung, die eine Umfahrung Darmstadts darstellen und somit einen Umweg darstellen. Dieser ist wegen der Umweltzone in Darmstadt erforderlich, aber die Gesamtsituation suboptimal.
Kategorie: Projekte ohne organisierten Widerstand / projects without organized resistance
Ort: Ostkreis Darmstadt-Dieburg
Abkürzung: B426
Koordinaten (Lat,Lon): 49.83482, 8.84539
Verantwortliche Person/Partei/Firma:
Voraussichtliche Deadline:
Kontakt:
Social Media:
Webseite: https://klimaliste-darmstadt-dieburg.de/?/sites/programm.html#probleme_des_strassennetzes_im_landkreis
Mail: darmstadt-dieburg@klimaliste-hessen.de
Telefon:


Unter das Verkehrsproblem im Ostkreis von Darmstadt-Dieburg fallen verschiedene gelante oder in Planung befindliche Bundes- und Kreisstraßen, die zu großen Teilen wegen der Umweltzone in Darmstadt notwendig werden. Bei Darmstadt sollte ursprünglich das südlichste Stück der A49 enden<ref>https://de.linkfang.org/wiki/Bundesautobahn_49#cite_note-33</ref>, die jetzt auch durch den Dannröder Forst verläuft. Dies wurde wegen massiven Problemen mit dem Naturschutz nicht gebaut. Dies ist neben katastrophal verpatzer Nachkriegs-Verkehrsplanung auch ein Grund, warum Darmstadt heute zu den Städten mit der größten Abgasbelastung zählt. Daher hat die grün regierte Stadt 2015 eine Umweltzone<ref>https://gis.uba.de/website/umweltzonen/data/uwz/UWZ_Darmstadt.pdf</ref> eingerichtet, die LKW auf lange Umwege durch den Landkreis schickt. Dies hat die Situation dort soweit verschärft, dass die Planungen für den Bau der in diesem Artikel beschriebenen Umgehungsstraßen intensiviert wurden.

Umgehung Wembach-Hahn[edit | edit source]

Geplante Umgehung Wembach-Hahn


Diese schon seit längerem geplante Umgehung befindet sich bereits in Planfeststellung.<ref>https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=89C787A4-B810-4ADA-AE11-3EB35B8C7563&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-he&docid=89C787A4-B810-4ADA-AE11-3EB35B8C7563</ref>

Umgehung Reinheim[edit | edit source]

Geplante Nord-Ost-Umgehung Reinheim


In den erweiterten Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen<ref>https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B426-G10-HE/B426-G10-HE.html</ref> wurde eine Umgehung bei Reinheim. Zunehmend setzt auch die örtliche Bürgerinitiative gegen LKW auf diese Umgehung.

Probleme:

  • Trasse führt dicht am Naturschutzgebiet vorbei.
  • Stadtentwicklung in diese Richtung wird blockiert; Reinheim kann dann in keine Richtung mehr wachsen und ist fast vollständig von Straßen eigeschlossen.

Mögliche Alternativen:

  • Höhere Bemautung der B426 zwischen Reinheim und Otzberg-Lengfeld, sodass zumindest alle LKW, die in Lengfeld nach Norden abbiegen Richtung Dieburg und weiter zur Autobahn, auf die etwa gleich lange Route über B38 und B26 ausweichen.
  • Ausbau der Odenwaldbahn und Reaktivierung für Schinengüterverkehr - die Odenwaldbahn ist die einzige, bestehende Infrastruktur, die als eine Nord-Ost-Traverse für Darmstadt dienen kann und damit auch den optimalen Weg des Güterverkehrs repräsentiert.<ref>https://klimaliste-darmstadt-dieburg.de/?/sites/programm.html#probleme_des_strassennetzes_im_landkreis</ref>

Umgehung Otzberg-Lengfeld[edit | edit source]

Geplante Umgehung bei Otzberg-Lengfeld


Für Otzberg-Lengfeld soll eine Umgehung gebaut werden. Diese ist als Landesstraße angesetzt und wird von Hessen Mobil geplant.<ref>https://mobil.hessen.de/sites/mobil.hessen.de/files/content-downloads/20170221_VUB426_Anlagen.pdf</ref> Probleme:

  • Diese Umgehung wird Verkehr anziehen und auf die B426 verlagern und damit die Umgehung bei Reinheim erforderlich machen.

Umgehung Groß-Bieberau[edit | edit source]

Geplante Umgehung Groß-Bieberau


In den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist die Ortsumgehung bei Groß-Bieberau gerückt.<ref>https://www.bvwp-projekte.de/strasse/B38-G20-HE/B38-G20-HE.html</ref> Die Gemeinde erhält die Möglichkeit, zeitnah selbstständig die Planung der Straße zu beauftragen und dafür die Mittel vom Bund erstattet zu bekommen. Diese Straße steht nicht in direktem Zusammenhang mit der B426 und der Umweltzone in Darmstadt, dennoch wird sie Verkehr in der Umgebung anziehen.

Probleme:

  • Quert die Gersprenz und beeinträchtigt die Natur am Bachlauf
  • Damit die Straße günstiger wird, fordern einige Politiker*innen immer wieder, dafür die aktuell stillgelegte Bahntrasse zwischen Reinheim und Groß-Bieberau abzureißen. Dies würde auch den Radweg an dieser Stelle unterbrechen
  • Eine relevante Quelle für Schwerlastverkehr ist der Steinbruch im Süden von Groß-Bieberau. Nach aktuellen Planungen müssen diese LKW aber trotz Umgehung weiterhin durch den Ort fahren.

Alternativen:

  • Nur unwesentlich teurer wäre es, die Gersprenztalbahn durch Groß-Bieberau zu reaktivieren. Diese könnte mit einer Verlängerung zum Steinbruch diesen Schwerlastverkehr aufnehmen und das geplante Industriegebit in Groß-Bieberau beliefern.

<references />